Samstag, 11. März 2017

Hochsprung-Meeting mit Musik - starke Leistungen in neuer Umgebung

Charel Gaspar

Das Hochsprung-Meeting mit Musik der LG Hof hat eine neue Location. Die Hofer Flugshow erlebte am 19. Dezember 1998 in der Badminton-Halle im Sportpark „Untreusee“ ihre Premiere und war zuletzt 12 Jahre lang im Forum der Sparkasse Hochfranken am Sonnenplatz zu Hause. Mit der 19. Auflage wechselte die Traditionsveranstaltung in den VW-Glaspalast des Automobil-Zentrum-Hof bei Motor-Nützel in der Fuhrmannstraße.

Faszination Hochsprung gab es auch im Autohaus und trotz ungewohnter Umgebung zeigten die 19 Athleten in über 100 Minuten pausenlos tollen Sport, begleitet von lauter Musik und launiger Unterhaltung von Moderator Florian Spieler.

Für die Athleten hatte die LG Hof bestens vorgesorgt und den Kunststoffbelag, von der Stadt Dessau entliehen, ausgerollt. Es war angerichtet, der Countdown konnte beginnen.

Mit dem Luxemburger Charel Gaspar (CAE Grevenmacher) machte erstmals ein internationaler Starter seine Aufwartung in Hof. Der 25–jährige „Beneluxländler“ hatte sich in der Saalestadt die Norm (2,03 m) für die „Spiele der kleinen Staaten Europas“ in San Marino zum Ziel gesetzt. Erstmals standen in Hof gleich vier ‚Höhenjäger’ mit zwei Meter und mehr als Bestleistung am Sprungkissen. Ein spannender Wettbewerb insbesondere bei Männern und der männlichen Jugend U20 stand bevor. Gaspar machte nicht viel Federlesens, ließ nach 1,90 Meter und 1,95 Meter (2 Versuche) sofort 2,04 Meter auflegen. Das wären neuer Meetingrekord und die Quali für San Marino gewesen. Aber eben nur wären. Dreimal scheiterte Gaspar an der Marke, die ihm Teilnahme an den „Spielen der kleinen Staaten“ gesichert hätte. Manuel Marko (LAC Quelle Fürth), bayerischer Polizeirekordhalter, meisterte 1,95 Meter im dritten Durchgang, musste bei der nächsten Auflage von 2,00 Metern passen. Der 14-fache Seriensieger Daniel Laqua (FV Hochsprung Arnstadt) tastete sich im Fünfer-Rhythmus ab 1,75 Meter nach vorne und sprang bis 1,90 Meter ohne Fehl und Tadel. Der amtierende deutsche M35-Hallen-Meister (1,95 m) von Erfurt musste seine Hoffnungen auf einen erneuten Sieg dann nach drei vergeblichen Versuchen über 1,95 Meter begraben. Im „Konzert der Großen“ mischte auch der knapp 19jährige Daniil Zozuliak (Post-SV Bayreuth), BLV-Ranglistenerster 2016 der männlichen Jugend U20 mit. Der junge Russe hatte von 1,80 bis 1,90 Meter keinen Fehler auf dem Zettel. 1,95 Meter knackte Zozuliak genau wie sein indirekter Konkurrent aus der Männerklasse, Manuel Marko, im dritten Gang. Die ominösen 2,00 Meter wollten jedoch dem Schützling von Trainer Georg Hirsch nicht glücken, so dass sich am Ende des Tages drei Athleten die 1,95 Meter „teilten“, wobei Charel Gaspar der glückliche Sieger vor Manuel Marko bei den Männern blieb und Daniil Zozuliak unangefochten die Wertung der MJU20 gewann.

Auch der weibliche Nachwuchs bot hohe Flugkunst.

Herausragend die bayerische W-14-Meisterin 2016 (und BLV-Ranglistenerste), Franca Schaller (SG Siemens Amberg), Jahrgang 2003, deshalb, weil die junge Oberpfälzerin bei 1,69 Meter bereits im ersten Anlauf neuen Meetingrekord sprang und ihre Bestmarke aus dem Vorjahr egalisierte. Der neun Jahre alte Hofer Meetingrekord von Nathalie Zakrzewski (LG Hof/TSV – 1,65 m / 1.3.2008) wurde noch ein zweites Mal übertroffen. Anna Lena Sinn (LG Erlangen) sprang ebenfalls 1,69 Meter, benötigte bei dieser Höhe zwar drei Versuche, dafür legte sie bei ihrem neuen persönlichen Rekord einen Zentimeter drauf.

Die glänzenden Leistungen der Mädchenriege krönte zum Schluss Hannah Wörlein, Jg. 2004. (TV Ochenbruck) mit der Einstellung des bayerischen Hallenrekordes der W13 von 1,60 Meter.

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